Das Thema Wertschätzung an unserer Hochschule



Was bedeutet Wertschätzung eigentlich? Dieser Frage wurde Ende November beim Runden Tisch für nachhaltige Entwicklung auf den Grund gegangen. Normalerweise dauert das Gremium 90 Minuten, wie ein gutes Fußballspiel oder eine Vorlesung.

Die Initiatorinnen Vera Clauder, Laura Martin und Kerstin Kräusche haben diesmal aber ein Auge zugedrückt und trotz nachfolgender Termine und hohem Zeitdruck die Diskussionsrunde über zwei Stunden zum Thema Wertschätzung an unserer Hochschule angeleitet #verlängerung.


Um Wertschätzung erst einmal zu definieren, haben sich Dreiergruppen gebildet, um sich über ihre Erfahrungen und Situationen, in denen sie selber Wertschätzung an der HNEE erfahren haben, auszutauschen. Auf der Pinnwand sammelten sich anschließend Stichworte, wie „sich ernst genommen fühlen“, „kollegiales Miteinander“ oder „Leistungen werden spontan gelobt“. Hier herrschte schon rege Beteiligung, die sich umso mehr verstärkte, als es um die beiden folgenden Fragen ging: Welche Rahmenbedingungen unterstützt wertschätzendes Miteinander an der HNEE? Und: Mit welchen Maßnahmen können wir an der HNEE dafür sorgen, dass wir eine gemeinsame Wertschätzungskultur leben? Aber wie setzt man eine Wertschätzungskultur an einer Institution um, wenn nicht alle Fachbereiche und Ebenen am Runden Tisch vertreten waren? Sollte dazu eine Pflichtveranstaltung eingeführt werden? Ist es dann noch nachhaltig, wenn aus einem Bottom-up-Ansatz ein top-down-Prinzip wird? Diese und noch mehr Fragen wurden hitzig diskutiert und kritisiert. Was wir gelernt haben: Konstruktive Kritik ist das Instrument der Veränderung!


#ReiseindieVergangenheit

Der Runde Tisch Nachhaltigkeit entwickelte sich aus der Umbenennung der Hochschule zu der „Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde“ heraus. Alles auf freiwilliger Basis! Während bei dem ersten Treffen des Gremiums noch fleißig sondiert wurde, was eine nachhaltige Hochschule alles können muss, wurden die folgenden Sitzungen über die Semester hinweg immer konkreter. Ein Wandel ist erkennbar. Ein Wandel, der nicht nur von einigen wenigen, sondern von den verschiedensten Menschen und ihren Ideen, wie z.B. der Gemeinwohlbilanzierung, Mobilitätskonzepte, Papierverbrauch, Ergebnisse der Umweltanalyse oder die Entwicklung eines Klimaschutzkonzeptes, ausgeht. Dazu trägt auch unsere Nachhaltigkeitsbibel, die Nachhaltigkeitsgrundsätze der Hochschule, bei. Auch hier kann mensch schon den Ansatz der Wertschätzung finden.


#Ausblick

Schlussendlich haben alle Mitwirkenden die Meinung vertreten, eine Arbeitsgruppe zugründen, um die um die erarbeiteten Ideen in konkrete Maßnahmen zu überführen und diese an die Hochschulleitung heranzutragen. Wer sich hier noch mit einbringen möchte, kann das gerne tun, Partizipation ist immer gefragt! Das Protokoll zur Sitzung findet sich auf EMMA+  

Wer sich jetzt für den nächsten Runden Tisch zur nachhaltigen Entwicklung interessiert, ist herzlich am 15.01.2018 eingeladen, wo es um die Gemeinwohlbilanz und um die Nachhaltigkeitsmensa an der HNEE gehen wird.


Bewegtes Bild über unseren runden Tisch gibt es vom netzwerk n: