Feldtage der Extraklasse - die bundesweiten Ökofeldtage in Frankenhausen

Ein Beitrag von Michel Kotzur

Bei bestem Wetter fanden Anfang Juli die zweiten bundesweiten Ökofeldtage auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen, Lehr- und Versuchsanstalt der Universität Kassel, statt. Rund 11.000 interessierte Besucher*innen folgten der Einladung, sich zwei Tage über ökologische Landwirtschaft mit all ihren Facetten zu informieren.


Representing HNEE

Unter den knapp 350 Aussteller*innen war unser Fachbereich wieder vertreten. Neben allgemeinen Informationen zum Hochschulleben und Studienangeboten wurden auch Forschungs- und Netzwerkprojekte vorgestellt. Zum einen wurde auf das Projekt zur Verbesserung des PH-Wertes der Böden in Brandenburg durch Präzise Kalkung eingegangen, zum anderen wurde das Projekt Cropping School vorgestellt. Hierbei geht es um die Förderung des Austausches zwischen ökologischen Acker- und Pflanzenbaubetrieben mit dem Ziel, den Ackerbau in Brandenburg hinsichtlich des Klimawandels langfristig zu stärken. Außerdem wurde unser InnoForum Ökolandbau Brandenburg präsentiert - Ziel des Forums ist vor allem eine Stärkung des Austausches relevanter Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft im Brandenburger Ökolandbau.



Bunte Programmvielfalt

Das bunte Programm der Ökofeldtage beinhaltete unter anderem Fachvorträge, Maschinenvorführungen, neuen Saatgutzüchtungen, Austauschforen und kulturelle Veranstaltungen. Ein weiteres Highlight stellte beispielsweise die Vorstellung des Flugmulch-Verfahrens dar, wobei Mulchen und Pflügen bei einer Feldüberfahrt geschehen sowie der Unkrautroboter, welcher bei Gemüse- und Sonderkulturen eingesetzt wird.


Praxis trifft Theorie

Theoretischen Input gab es unter anderem zur Kompostwirtschaft. Passenderweise gab es zu diesem Thema auch gleich ein Beispiel, die Komposttoiletten „EcoToilette“.

Das Bundesprogramm BÖLN bot im eigenen Zelt ein Forum jenseits der Kompostwirtschaft. Informations- und Weiterbildungsangebote wurden präsentiert und aktuelle Themen diskutiert. Unsere Professorin Dr. Anna Maria Häring sprach gemeinsam mit Expert*innen aus Politik, Projektförderung, und Praxis. Jürn Sanders, Dr. Rainer Gießübel,

Dr. Hanns-Christoph Eiden, Dr. Alexander Gerber und Stephanie Strotdrees über die Aufgaben der Forschung für die ökologische Landwirtschaft - genaue Aussagen sind hier nachzulesen.



Hirse für alle Für ausgelassene Stimmung am Abend gab es mehrere Live-Bands und eine Tanzgruppe. Für das feucht-fröhliche Augenzwinkern am Tag (danach) sorgte vor allem die Wodka-Hirse , vorgestellt durch den Anbauverband Naturland.