Studifutter: Eine Ode an die Erdbeere

Liebe ackerdemische Heißhungernde,

einmal im Monat findet ihr hier ein Rezept von uns. Meistens brutal regional, saisonal und unkompliziert in der Herstellung. Unsere Mitarbeitenden, Studierenden und Dozierenden wechseln Stift und Blatt gegen Messer und Brett. Und heute haben wir sogar ein Doppelrezept in der Mache! Genauer: eine fruchtig vorsommerliche Kombination aus locker flockigem Mürbeteig und Erdbeeren.


#ErdbeerReim

Yum Yum, da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen. Nicht? Abwarten und Erdbeeren ernten! Und weil man ja beim Lesen auch was lernen soll, lasst euch folgendes gesagt sein: Die Erdbeer blüht von April bis Mai, dann ist die Wartezeit vorbei. Ernten kannst du Mai bis Juli, ist das nicht ziemlich cooli? Und was noch jeder wissen muss, die Erdbeere ist eigentlich ne Nuss! Das war ein ziemlich schlechter Reim, ich glaub das lass ich lieber sein.


#Erdbeerfreuden

Für die selbstgemachten Erdbeer-Poptarts bereitet ihr die Marmelade, die später als Füllung dient selbst zu. Warum? Weils einfach ist und vor allem besser schmeckt! Die Erdbeere ist nämlich, wie wir eben gelernt haben nicht nur eine Nuss, sie eignet sich auch am besten um sie zu Marmelade zu verarbeiten. Man findet sie zahlreich im World Wide Web: Die unendlich vielen Variationen Erdbeermarmelade aufzupeppen. Etwas ganz besonderes und anderes daraus zu machen. Aber wenn ich an Erdbeermarmelade denke, dann gilt: KISS – Keep it Simple & Smart. Wie aus Omas altem Kochbuch eben. Ohne viel Schnick Schnack wird sie am besten. Die Erdbeere soll dabei immer die Hauptrolle spielen! Limettensaft, Zimt, Rhabarber, Vanille, Ingwer und wie sie alle heißen dürfen ihr nicht die Show stehlen. Dieses Rezept ist eine One Man Show!



Für die Marmelade

Dazu wiegt ihr zunächst einmal 1 kg Erdbeeren ab und püriert diese mit dem Stabmixer bis zur gewünschten Konsistenz. Um die Marmelade später als Füllung für die Poptarts nutzen zu können, bietet es sich an die Erdbeeren so fein wie möglich zu pürieren. Zu den pürierten Erdbeeren einen kleinen Spritzer Zitronensaft und (Achtung, jetzt wird’s süß, aber wir wollen ja nicht einen auf Kalorienpolizei machen) Gelierzucker in einen Topf geben. Im Supermarkt finden sich verschiedene Sorten Gelierzucker bei denen das Verhältnis von Gelierzucker und Früchten auf der Packung angegeben ist, meistens 2:1 oder 1:1. Dann die Erdbeermarmelade je nach Packungsanleitung aufkochen. Für alle die keine Lust auf so viel Zucker haben, gibt es im Netz auch Rezepte mit AgarAgar oder Pektin.

TIPP: Auch in der Marmelade-Eigenproduktion kann man vieles falsch machen. Vergessen den Herd anzumachen z.B. oder vergessen die Erdbeeren zu besorgen und stattdessen Cornflakes zu essen. Aber am wichtigsten bei Marmelade ist die richtige Konsistenz. Um sicher zu sein, dass die Marmelade gelungen ist solltet ihr eine Gelierprobe durchführen. Dazu gebt ihr 2 Teelöffel der heißen Fruchtmasse auf einen am besten direkt aus dem Kühlschrank kommenden Teller. Dickt die Marmelade an bzw. wird sie fest habt ihr alles richtig gemacht. Yay!


Für die Poptarts



Für die Erdbeer-Poptarts müsst ihr zunächst einen Mürbeteig herstellen. Dazu benötigt ihr:

300 g Mehl

1 EL Zucker

1 Prise Salz

170 g kalte Margarine

4 EL kaltes Wasser


Füllung

5 EL Erdbeermarmelade

1 EL Speisestärke

1 EL Wasser


Außerdem: Pflanzenmilch eurer Wahl


Zubereitung Füllung:

Wasser und Speisestärke in einem Topf miteinander verrühren, auf den Herd stellen und die Erdbeermarmelade hinzugeben. Bei niedriger Temperatur die Füllung unter ständigem Rühren für 2-3 Minuten leicht aufkochen und eindicken. Beiseitestellen und auskühlen lassen.


Zubereitung Mürbeteig:

Gebt alle Zutaten (bis auf das Wasser) in eine Rührschüssel und verknetet diese mit den Händen. Nun portionsweise das kalte Wasser zum Teig hinzufügen bis ein glatter geschmeidiger Teig entstanden ist. Dann den Teig in ein feuchtes Tuch eingewickelt für eine halbe Stunde im Kühlschrank lagern. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3mm dick ausrollen und Kreise ausstechen. Je nachdem wie groß die ausgestochenen Teigkreise sind gebt ihr nun auf die Hälfte der Kreise einen Klecks eurer Füllung in die Mitte des Teiges. Dabei einen Rand lassen um die Poptarts später gut verschließen zu können und zu verhindern, dass die Füllung ausläuft. Jetzt werden die übrig gebliebenen Teigkreise auf die Teigkreise mit Füllung gelegt und die Ränder mit einer Gabel gut festgedrückt. Nun jedes Poptart einmal mit der Gabel einstechen. Die Poptarts erneut für ca. 30 Minuten im Kühlschrank lagern. Das hilf ihnen während des Backens ihre Form zu bewahren. Denn das Auge ist ja bekanntlich mit. Obwohl die bei mir nie so lange überleben *LaughsWithAMouthFullOfPoptarts* In der Zwischenzeit heizt ihr den Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze (keine Umluft) vor. Für einen schönen Glanz bestreicht ihr die Poptarts nun mit der Pflanzenmilch eurer Wahl und schiebt diese für ca. 30 Minuten in den Ofen.

TIPP: Je nachdem wie viel Marmelade oder Poptarts ihr produzieren möchtet, reduziert ihr jeweils alle Komponenten der Rezepte um den gleichen Faktor.


#NaschenErlaubt

Und das schlimmste am Backen? Richtig, die lange Wartezeit vor dem Ofen, bis die Leckereien fertig gebacken sind. Um die Wartezeit für die Poptars zu überbrücken könnt ihr eure Marmelade auf einen Vollkornkeks streichen, euer Eis damit übergießen, das Salatdressing aufpeppen oder sie einfach so löffeln. Die Erdbeermarmelade, ein schmackhaftes Rezept für jeden. Und das zeigt auch die Tatsache, dass in diesem Beitrag das Wort Marmelade 15x mal gefallen ist …

Viel Spaß beim nachkochen/backen! Wir freuen uns auf Bilder eurer nachkredenzten Kreationen auf Instagram, mit dem Hashtag: #ackerdemikerin_studifutter