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30 Jahre FB 2 - 30 Gesichter: Was macht unseren Fachbereich aus? (Teil 2: Mitarbeitende)

Aktualisiert: 12. Juli 2023

Unser Fachbereich wird 30 Jahre alt, juhuu! Zu diesem Anlass gibt es nicht nur das Sommerfest am 7. Juli, sondern wir haben auch 30 Interviews geführt. Studierende, Lehrende, Mitarbeitende, Praxispartner*innen und Alumni kommen zu Wort. Sie verraten uns, was den Fachbereich so besonders macht und stellen uns ihre Lieblingsthemen vor. Hier sprechen wir mit 6 Mitarbeitenden.

6 Mitarbeitende, 6 Persönlichkeiten & Lieblingsthemen: Robert Probst, Paula Wörteler, Matthias Holzgreve, Niklas Domke, Claudia Friede, Judith Moering (Fotos: HNEE, Ulrich Wessollek, Florian Reischauer)

 

Robert Probst

Portrait Robert Probst (Foto: HNEE, Ulrich Wessollek)

Wer bist du? Was machst du?

Ich bin Robert Probst und habe in Berlin an der Humboldt-Universität Geographie mit den Nebenfächern Gartenbau und Geoinformatik studiert. Dabei habe ich die Bodenkunde und Geomorphologie für mich entdeckt. Diese beiden Themen finde ich spannend, da man mit Ihrer Hilfe bzw. aus ihnen viel über die Landschaft und ihre Entwicklungsgeschichte erfahren kann. Nach dem Abschluss habe ich hier in Eberswalde noch den Master in Regionalentwicklung und Naturschutz (damals RuN, jetzt NaRegio) drangehängt, da hier die Möglichkeit bestand das Thema Bodenschutz zu vertiefen, eine Seite des Thema Bodens, welche etwas angewandter ist und meiner Meinung nach eine hohe Relevanz besitzt. Nach verschiedenen Projekten im Bereich Bodenschutz an der HNEE bei Prof. Dr. Rüdiger Schultz-Sternberg und kurzen Projektausflügen an anderen Institutionen bin ich nun schon seit 2014 im Projekt der „Ökosystemaren Umweltbeobachtung in den Brandenburger Biosphärenreservaten (ÖUB)“ bei Prof. Dr. Vera Luthardt bzw. nun bei Prof. Dr. Stefan Julich tätig. Ich bin hauptsächlich für die bodenkundlichen Beobachtungen sowie die Pflege der Datenbank zuständig. Das schöne im Projekt ist allerdings, dass ich immer mit tollen Kolleg*innen zusammenarbeiten kann, von denen ich viel gelernt habe vor allem in Bezug auf Botanik und Fauna. Um abschließend die zweite Frage vielleicht noch einmal anders zu beantworten: Ich lerne ständig dazu!


Was ist dein Lieblingsthema am FB 2? Warum ist es so bedeutend für den Fachbereich?

Das Thema was mich wahrscheinlich am meisten umtreibt, auch im Bezug zum Projekt, ist die Landnutzung und wie sie sich auf die Landschaft auswirkt bzw. welche Faktoren aktuell noch zu Veränderungen beitragen. Dabei bin ich vielleicht eher an in der beobachtenden als in der aktiven Rolle, in der ich Landnutzer*innen aktiv bewege, neue Formen der Landnutzung auszuprobieren.

Ich glaube, dass wir durch Langzeitbeobachtungen in der genutzten aber auch ungenutzten Landschaft noch ein paar Puzzlesteine zum Verständnis von Veränderungen in derselben hinzufügen können. Ein noch besseres Verständnis über die Zusammenhänge von Landnutzung und langfristige Veränderungen in allen Landschaftsteilen ist, denke ich, nicht nur für den Fachbereich wichtig.


Warum fühlst du dich als Mitglied des FB 2?

Im ersten Anflug weiß ich auch nicht so richtig, warum ich mich als Mitglied vom Fachbereich 2 fühle. Ich glaube es beschreibt sich am besten so:

Es war damals während des Studiums so, dass wir nur eine Handvoll Studierender im RuN-Jahrgang waren und damit eine etwas „familiärere“ Atmosphäre was mich faszinierte, weil ich es vom vorherigen Studium so nicht kannte. Wir hatten auch irgendwie immer näheren Kontakt zu den Dozent*innen. Später hatte und habe ich immernoch viele tolle Kolleg*nnen mit denen ich zusammengearbeitet habe, z.B. in der Moor-Grünland-Monitoring AG. Aber auch über das fachliche Arbeiten hinaus sind es die kleinen spontanen Gespräche mit Kolleg*nnen auf dem Flur über fachliches und nicht fachliches sowie die Offenheit und Hilfe, die ich bei Fragen bekomme, die mich als Mitglied vom Fachbereich 2 fühlen lassen. Es sind also meinerseits weniger die fachlichen Aspekte, die mich als Mitglied fühlen lassen als der persönliche Umgang und die Atmosphäre.


 

Paula Wörteler

Portrait Paula Wörteler (Foto: HNEE)

Wer bist du? Was machst du?

Ich heiße Paula Wörteler und bin akademische Mitarbeiterin in der „Arbeitsgruppe Verpackungsreduktion in der Lebensmittelwirtschaft“, die am Fachgebiet „Nachhaltige Unternehmensführung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ der HNEE angesiedelt ist.

Die Arbeitsgruppe wird von Prof. Dr. Jens Pape geleitet und bearbeitet aktuell zwei Projekte. Ich koordiniere die vom Brandenburger Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) geförderte „Beratungs- und Vernetzungsstelle Verpackungsreduktion in Brandenburg“ (BVVB), in der außer mir auch noch Michaela Hilger als akademische Mitarbeiterin tätig ist. Im Rahmen der BVVB fördern wir durch die Vernetzung von Unternehmen und weiteren Akteur*innen sowie durch die Bereitstellung von Fachinformationen die Nutzung von Mehrweglösungen entlang von regionalen Lebensmittel-Wertschöpfungsketten.


Was ist dein Lieblingsthema am FB 2? Warum ist es so bedeutend für den Fachbereich?

Mein Lieblingsthema sind Kreisläufe. Diese sind in den unterschiedlichsten Kontexten wichtig für den Fachbereich - von den Stoffkreisläufen in der Landwirtschaft bis hin zu den Mehrweg- und Recyclingkreisläufen in der Kreislaufwirtschaft.


Warum fühlst du dich als Mitglied des FB 2? Warum passt du gut rein?

Zur Etablierung von nachhaltigen Ernährungssystemen gehört auch der Einsatz nachhaltiger Verpackungslösungen. In vielen Einsatzbereichen bieten sich hierfür Mehrweglösungen an, denn unter den richtigen Grundvoraussetzungen werden durch Mehrwegverpackungen sowohl Verpackungsabfälle als auch Treibhausgasemissionen eingespart. In der Arbeitsgruppe Verpackungsreduktion arbeiten wir eng mit Akteur*innen aus der Praxis zusammen und beschäftigen uns mit der nachhaltigen Vermarktung von Produkten sowie dem Aufbau regionaler und überregionaler Netzwerke und Partnerschaften mit dem Ziel der Verpackungsreduktion. Mit diesen Themen bewegen wir uns in den Diskursen des Fachbereichs und betreuen auch regelmäßig Abschlussarbeiten.


 

Matthias Holzgreve

Portrait Matthias Holzgreve (Foto: HNEE, Ulrich Wessollek)

Wer bist du und was machst du an der HNEE?

Mein Name ist Matthias Holzgreve. Ich bin Dozent am Fachgebiet Natur- und Ressourcenschutz hier an der Hochschule und übernehme gerade die Lehrvertretung von Prof. Dr. Heike Molitor und Prof. Dr. Antje Stöckmann, die im laufenden Sommersemester 2023 ein Forschungssemester haben. Ansonsten helfe ich auch am Fachgebiet Naturschutz aus und war davor in einem wissenschaftlichen Projekt, dem Future Camp.


Was ist dein Lieblingsthema am FB2? Warum ist dieses Thema bedeutend für den FB2?

Naturerfahrung verbunden mit Wildnispädagogik und nachhaltiger Entwicklung. Dabei verstehe ich Naturerfahrung auf vielen Ebenen: z.B. auf sinnlicher, spiritueller, naturwissenschaftlicher und psychologischer Ebene. Das erweitert unsere Perspektive von einer naturwissenschaftlichen zu einer ganzheitlichen Wahrnehmung. Wenn wir gesellschaftliche Veränderungen anstoßen wollen, müssen wir von sehr verschiedenen Perspektiven auf Sachen draufschauen. Ich sehe an der Hochschule die Versuche, auch andere Perspektiven zuzulassen. Und das ist ein Schritt von vielen, der hier getan wird.


Warum fühlst du dich als Mitglied des FB2?

Ich habe hier studiert und habe dieses Studium immer nebenbei weitergeführt. Zum Beispiel in den Themen von nachhaltiger Entwicklung, Umweltbildung, Naturschutz, Artenkenntnis und Naturphänomenen allgemein. Das lebe ich ja auch im Alltag. Ich bin Vorstand im ALNUS e.V., da machen wir stadtpolitische und typische ökologische Projekte. Das passt sehr gut, diese Dinge auch in der Lehre mit hineinzunehmen.


 

Niklas Domke

Portrait Niklas Domke (Foto: HNEE, Florian Reischauer)

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Niklas Domke und mein besonderes Steckenpferd ist die Betriebswirtschaft vor und hinter der Landwirtschaft. Als Lehrvertretung von Prof. Dr. Jens Pape verknüpfe ich die landwirtschaftliche Praxis mit agrarökonomischen Konzepten und vermittle diese vor allem im Studiengang „Ökolandbau und Vermarktung“. Außerhalb des Hörsaals unterstütze ich meine Kolleg*innen in der AG Verpackungsreduktion dabei, die Verpackungsflut im Lebensmittelsektor einzudämmen.


Was ist dein Lieblingsthema am FB2 und warum ist das Thema so bedeutend für FB?

Von der Tierernährung mit betriebseigenen Futtermitteln bis zur Optimierung von Fruchtfolgen zur Anpassung an sich wandelnde Umwelteinflüsse sind landwirtschaftliche Entscheidungen vor allem im Ökolandbau oft eng miteinander verknüpft. Dabei wirkt sich jede Entscheidung auch auf die ökologische, soziale und nicht zuletzt ökonomische Leistungsfähigkeit eines Betriebes aus. Hier möchte ich ansetzen und Studierenden das Rüstzeug mitgeben, komplexe Entscheidungen ökonomisch fundiert treffen zu können. Dies ist für den Fachbereich von Bedeutung, da es wirtschaftlich tragfähiger Geschäftsmodelle bedarf, um ökologisch und sozial Handeln zu können.


Warum fühlst du dich als Mitglied des FB 2?

Ich erlebe den Fachbereich als eine große Familie, in welcher man sich kennt und wertschätzt. Jungen Kolleg*innen wie mir wird genauso wie auch den Studierenden ein großes Mitspracherecht eingeräumt. Dafür bin ich sehr dankbar.


 

Claudia Friede

Portrait Claudia Friede (Foto: Ulrich Wessollek, HNEE)

Wer bist du? Was machst du?

Mein Name ist Claudia Friede und ich arbeite seit 2015 am Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz. 2012 habe ich an der HNEE den Masterstudiengang Regionalentwicklung und Naturschutz (RUN) abgeschlossen und bin seit 2015 am Fachgebiet Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) von Heike Molitor als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Mittlerweile bin ich Studiengangskoordinatorin des berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengangs „Bildung - Nachhaltigkeit - Transformation“ (BNT).


Was ist dein Lieblingsthema am FB2? Warum ist das Thema so bedeutend?

Mein Lieblingsthema ist natürlich BNE, da ich damit sozusagen groß geworden bin. Durch die Spezialisierungsmöglichkeit im RUN-Studiengang, die Arbeit im Fachgebiet Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und den Studiengang BNT bin ich diesem Thema sehr nah gekommen und auch immer treu geblieben. Es ist auch schön zu sehen, wie das Thema stetig wächst und an Sichtbarkeit gewinnt, z.B. durch die Auszeichnung der Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeit an Brandenburger Hochschulen“. Durch Bildung entwickeln wir uns weiter und sie befähigt uns, mitzugestalten. Vor allem in der heutigen Zeit ist es wichtig, Fachwissen einzusetzen, um wirksam werden zu können.


Warum fühlst du dich als LaNu?

Ich kenne nur diesen Fachbereich der Hochschule, daher kann ich nur für diesen Fachbereich sprechen. Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt, die Menschen sind sehr „menschlich“ und das Klima ist sehr angenehm.


 

Judith Moering

Portrait Judith Moering (Foto: HNEE)

Wer bist du? Was machst du?

Mein Name ist Judith Moering. Ich koordiniere zusammen mit Dr. Babett Jánszky das InnoForum Ökolandbau Brandenburg und bin Studienfachberaterin für den Bachelor-Studiengang Ökolandbau und Vermarktung.


Was ist dein Lieblingsthema am FB 2? Warum ist es so bedeutend für den Fachbereich?

Es ist schwer für mich, eines der Themen auszuwählen, denn gerade die Vielfalt in meiner Arbeit ist das, was für mich so besonders ist. Mich begeistert alles rund um die Themen der Zusammenarbeit mit unseren (landwirtschaftlichen) Praxispartner*innen in der Lehre und in Forschungsprojekten, insbesondere die Praxisforschung. Für den Fachbereich ist diese enge Verzahnung mit der Praxis ein enormer Mehrwert – insbesondere für unsere Studierenden. Fachlich könnte ich mich nicht entscheiden, ob mich die Unverpackt-Projekte mehr begeistern oder alles, wo Biodiversität und Landwirtschaft zusammenkommen.


Warum fühlst du dich als Mitglied des FB 2?

Die Kombination Landschaftsnutzung und Naturschutz in einem Fachbereich ist für mich das richtige „Biotop“, da der Ökolandbau in diesem Rahmen wunderbar eingebettet ist und ich es als große Chance sehe, dass die Studierenden LaNus und ÖLVen sich auch fachlich austauschen und inhaltliche Überschneidungen sichtbar werden.

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