And one of the Johannes-Schubert-Prices goes to Julian Ogrodnik

Aktualisiert: 17. Dez 2018


Neues aus unserer Kategorie #ausgezeichnete Abschlussarbeiten. Die Johannes-Schubert-Stiftung zeichnete Mitte November die diesjährigen Preisträger*innen des gleichnamigen Preises aus. Wir stellen sie und ihre ausgezeichneten Arbeiten vor, heute LaNu Julian Ogrondnik.


Als Julian Ogrodnik und ich Anfang des Jahres in einem Restaurant saßen, um auf seine Bachelor-Arbeit anzustoßen, hat er sicher nicht damit gerechnet, einen Preis für diese zu bekommen.

Tatsächlich dürfen wir Julian aber jetzt zum Gewinn des Johannes-Schubert-Preises gratulieren.


In seiner Bachelorarbeit im Studiengang Landschaftsnutzung und Naturschutz ging es um „Vorbereitende Untersuchung und Renaturierungsplanung am unteren Planfließ im Naturpark Schlaubetal“. Betreut wurde seine Arbeit von Dr. Jana Chmieleski und Dr. Olaf Juschus. Die beiden haben seine Arbeit auch für den Preis vorgeschlagen.


Eigentlich wollte Julian in seiner Arbeit gerne etwas über Tiere schreiben. Doch dann lernte er in einer Vorlesung Annemarie Kaiser vom Förderverein Naturpark Schlaubetal e.V kennen. Annemarie Kaiser war auf der Suche nach jemandem, der die Renaturierung des Planfließ evaluiert und Vorschläge für ein Renaturierungkonzept macht. In der Projektarbeit im fünften Semester hatte Julian eine Arbeit zu einem ähnlichen Thema geschrieben. Und so entschied sich Julian auch diesmal fürs Wasser. Im Wasser gibt’s ja auch Tiere. „Das Arbeiten hat dann auch Spaß gemacht“, sagt Julian. Er war viel draußen, die Natur war schön und das Wetter gut.


Wenn mensch Julians Arbeit ließt, merkt man schnell, dass er sich ganz schön in’s Zeug gelegt hat. Im Gelände und im Labor hat er zahlreiche Messungen und Untersuchungen am Unteren Planfließ gemacht. Außerdem hat er wertgebende und schädliche Geländestrukturen vor Ort aufgenommen, eine Fließgewässerstrukturgütekartierung und bodenkundliche Untersuchungen gemacht und die Sedimente auf Schwermetallbelastungen untersucht. Viel Arbeit, mit einem Ziel: Herauszufinden, in welchem Zustand der untere Teil des Fließes sich befindet. Die letzten Untersuchungen lagen immerhin mehr als 20 Jahre zurück. So hat Julian also eine neue Datengrundlage geschaffen, um die Gegebenheiten vor Ort einschätzen zu können. Daraus hat er dann verschiedene Renaturierungskonzepte entwickelt. Ausgehend von den erarbeiteten Möglichkeiten hat er nach sorgfältigen Abwägungen seine Empfehlungen und eine konkrete Planung dazu ausgesprochen. Julian empfiehlt eine Renaturierung des Flusses. Dabei erscheint es ihm am sinnvollsten, den seit 34 Jahren etablierten Flusslauf beizubehalten.


Bisher wurden Julians Empfehlungen noch nicht umgesetzt. Sie wurden aber schon mit der Parkleitung besprochen und wenn alles gut läuft, wird nächstes Jahr mit den Renaturierungsmaßnahmen begonnen.


Den Preis konnte Julian leider nicht selbst entgegennehmen. Er lebt inzwischen in Prag und studiert dort im Master Wildlife and Livestock Management in Tropics. Die Uni dort findet er sehr gut. Das Studium ist super interessant, aber auch sehr fordernd. Kurze Info für zukünftige Bachelorabsolvent*innen: Wer viel über Tiere auf der ganzen Welt lernen möchte, ist dort genau richtig.


Letzte Worte: Julian möchte sich ganz herzlich für den Preis und bei seinen Betreuenden bedanken. Die 1.000 Euro Preisgeld will er wahrscheinlich in ein Motorrad oder in den nächsten Skiurlaub investieren.