Lupine, Soja oder Hirse als alternative Nutzpflanzen? // Der Feldtag auf Gut Wilmersdorf



Gemeinsam mit dem Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen (VERN) veranstalteten die Ökolandbauer*innen des Fachbereichs Landschaftsnutzung und Naturschutz der HNEE Mitte Juni den Feldtag . Auf unserem Partnerbetrieb Gut Wilmersdorf wurde gemeinsam mit über 60 Praktiker*innen, Studierenden, Berater*innen und Wissenschaftler*innen über alternative Nutzpflanzen diskutiert, die die Vielfalt auf den Feldern fördern.


Hirse für alle

Zum Auftakt gab es eine kurzen fachlichen Input von Prof. Dr. Roland Hoffmann Bahnsen zum Thema Rekultivierung der Rispenhirse (Panicum miliaceum). Wir lernen viel über die Geschichte, verschiedene Anbaumethoden und merken uns: Die Hirse ist glutenfrei, hat geringe Bodenansprüche und ist tolerant gegenüber Trockenheit - also perfekt für die Region Berlin Brandenburg.


Man kann es ja mal versuchen

Dann war es vorbei mit Schatten und Sitzen und es ging auf die Versuchsflächen des Fachbereichs. Auf insgesamt 5,5 ha werden hier Versuche mit Soja, Rispenhirse, Lupine und vielen weiteren Pflanzen betrieben. An verschiedenen schattenspendenden Pavillons konnten sich die Besucher*innen informieren. Wir erfahren: Hier wird für Forschungsprojekte geackert, aber auch für Abschlussarbeiten. Beispiele finden sich in unserer Hochschulbibliothek von Jan Ole Boness, Sonja Kanthak und vielen mehr.


Li-la-Lupine

Zur Mittagssonne gab es für uns eine Feldführung mit dem Wilmersdorfer Ackerbauer Jörg Juister. Die 1.200 Hektar des Gutes, die seit 20 Jahren ökologisch bewirtschaftet werden, schaffen wir in der kurzen Zeit nicht zu besichtigten. Wir konzentrieren uns auf eine alternative Nutzpflanze: Die weiße Lupine. Diese wird vom Fachpublikum begutachtet, sie steht ganz gut - auf Grund der vielen Regenfälle in den vergangenen Wochen hat sich jedoch ein Pilz verbreitet und nun heißt es bis zur Ernte und auf passendes Wetter hoffen.


Primary school, High school, Cropping school?

Diese Bildungslaufbahn könnte für Ackerbauern und -bäuerinnen unserer Region durchaus interessant sein, denn der Ackerbauring der Praktiker*innen und Berater*innen zusammen bringt, forscht nicht nur auf unseren Versuchsflächen, sondern auch praxisnah auf den einzelnen Betrieben. Probleme und Fragestellungen zur Optimierung des eigenen Ackerbaus werden in der Gruppe regelmäßig diskutiert, durch Praxisversuche getestet und Erfahrungen mit allen geteilt.



Antennen Brandenburg hat einen Beitrag zum Feldtag gebracht, hier ab Minute 10 anzuhören.