Notiz im Kalender: Erster September!


© Anke Mila Menck

Auch, wenn wir jetzt noch gar nicht daran denken wollen: Der Sommer geht irgendwann zu Ende. Am 1. September ist Herbstanfang, sagen die Meteorolog*innen.

Am 1. September startet das UM-Festival, sagen die Uckermärker*innen.

In und um Fergitz, Pinnow und Sternhagen gibt es dann zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur zu erleben. 2008 wurde dieses kulturelle Kleinod in der Uckermark geschaffen. Seitdem organisiert der Verein Freunde der Uckermark e.V. das Festival alle zwei Jahre, wie wir bereits hier berichteten.


Nun, im August wird das Programm auf der Website bekannt gegeben.

Sicher wird es neben den Ausstellungen wieder Musik und Tanz zur Eröffnungsfeier, Lesungen, Workshops und andere Überraschungen geben.

Wer von so viel Kultur eine Pause braucht, kann sich zwischendurch in einem Klappstuhl unter dem weiten nordbrandenburgischen Himmel ausruhen. Denn so ist das Festival konzipiert: offen; internationale Künstler*innen stellen ihre Installationen vor, die für ein paar Tage Teil der Landschaft werden. Dieses Jahr liegen erstmals die Themen Biosphäre und Nachhaltigkeit im Fokus. Partner der Veranstaltung sind etwa das Ökodorf Brodowin und die HNE.


Global Change Management-Studentin Teresa Hampel beschäftigt sich mit den Schnittstellen von Kunst und Nachhaltiger Entwicklung; zu „Culture, the arts and sustainable development – UNESCO Biosphere Reserve Schorfheide-Chrin and the UM-Festival“ schreibt sie ihre Abschlussarbeit. Dazu kooperiert sie mit Initiator*innen sowie den diesjährigen Künstler*innen des Festivals und vernetzte im Juni auch Studis aus Eberswalde mit einem Geschwistertrio aus Dschidda.


Saudi-Arabien meets Brandenburg

Künstlerin Lina sowie Turki und Abdulrahman Gazzaz planten - mit ein wenig Unterstützung von Studis, die mit der brandenburgischen Flora besser vertraut sind - ihre Beiträge zum kommenden UM-Festival. Die beiden Brüder möchten auf dem Festival darstellen, wie stark der Mensch in seine Umwelt eingreift und sie nach seinen Wünschen formt. Dazu planen sie eine Installation mit Maispflanzen auf dem Gut Fergitz direkt am Oberuckersee. Dort wird auch Lina Gazzaz die Gäste staunen lassen, allerdings ist für sie die Kraft der Natur selbst von größerem Interesse. Dass Holunder fruchtbaren Boden anzeigt, Löwenzahn in der Küche verwendet werden kann und Brennnesseln nicht nur schmerzhaft, sondern sehr gesund wirken, faszinierte sie. Wir müssten uns viel mehr mit Wildpflanzen auseinandersetzen, um ihr Potenzial zu entdecken und zu nutzen, meint die Künstlerin. Dazu kann sie sich auch weitere Kooperationen mit der HNE vorstellen.


Seien wir also gespannt auf den September! Auch, wenn da schon die ersten Vögel nach Süden ziehen sollten – Kulturfans wird es in die Uckermark ziehen.