• Christina Mayr

Studierende treffen reale Welt: „Projektarbeit und ganzheitliche Projektgestaltung“



Ein Besuch bei den Abschlusspräsentationen unserer RuNer*innen.

Das können die Studierenden des Masters „Regionalentwicklung und Naturschutz“ (RuN) anhand von konkreten Fragestellungen aus der Praxis, jedes Jahr in ihrem dritten Master Semester von und mit Herrn Prof. Luley und anderen Dozierenden lernen.


Das Modul: Regionalentwicklung zum anfassen

In dem bereits erwähnten Modul geht es darum, in Gruppen von vier bis sechs Studierenden, eine Projektarbeit über aktuelle Themen oder Fragestellungen der ländlichen Entwicklung in Kooperation mit einem oder einer Praxispartner*in zu erarbeiten und Lösungen für diese passgenau zu entwickeln. Eine der Gruppen arbeitete zum Beispiel an der Vorplanung eines Rad- und Fußweges entlang der Dranse mit der Gemeinde Panketal zusammen. Eine andere erstellte ein Umweltbildungskonzept für den Schulgarten in Eberswalde.

Die Studierenden sollen dabei lernen, sich mit konkreten fachlichen Problemen auseinanderzusetzten. Dabei geht es darum Methoden der Projektplanung, -gestaltung und des Projektmanagements theoriegeleitet anhand des Buchs „Prozesskompetenzen in der Projektarbeit“ (2011) von Daniela Mayrshofer und Hubertus A. Kröger zu erlernen. Darin wird die Projektarbeit wie folgt beschrieben: „ein Vorhaben in einem interdisziplinären Team zum Erfolg zu führen. Diese Maßnahmen umfassen Methoden, Hilfsmittel, Darstellungen, Werkzeuge sowie ziel- und ergebnisorientierte Verhaltensweisen. Am Ablauf des Vorhabens orientiert, gliedern sich die Maßnahmen in Start, Planungs-, Steuerungs- und Abschlussaktivitäten“.

Außerdem spielt die Arbeit im Team eine wichtige Rolle. Das Erleben und Reflektieren von einem Gruppenprozess, die Teambildung und der Umgang mit Schwierigkeiten während der Projektarbeitsphase sind auch ein ebenso wichtiger Bestandteil im Modul „Projektarbeit und ganzheitliche Projektgestaltung“. Am Ende des Semesters werden die Ergebnisse in 30-minütigen Abschlusspräsentationen vorgestellt, diskutiert und in einem schriftlichen Projektbericht dargelegt.


Die diesjährigen Abschlusspräsentationen: Von Umweltbildung über X zu Y

Ende Januar war es wieder soweit: Die Studierenden des dritten RuN-Semesters mussten ihre Projektergebnisse vor Komiliton*innen des dritten und ersten RuN-Semesters, Dozierenden und den jeweiligen Praxispartnern präsentieren. Über zwei Tage verteilt wurden die verschiedensten Themen von einer Alleeneupflanzung über die Planung eines fließgewässerbegleitenden Fuß- und Radweges bis hin zu einem Umweltbildungskonzept (und viele weitere) von den Projektgruppen erläutert und dargestellt.

Zu Beginn der Abschlusspräsentationen ging es um die bearbeiteten Projekte selbst. Der Rahmen, die Ziele und die Ergebnisse. Wichtig ist dabei auch immer die Erläuterung des Weges, also wie wurde z.B. das Ziel im Team entwickelt? Die von Praxispartner*innen vorgeschlagenen Themen wurden, auf unterschiedlichste Weise von den Gruppen bearbeitet. Neben der inhaltlichen Diversität der Themen, hatten alle jedoch gemeinsam, dass sie regelmäßige Treffen abgehalten haben, um die Aufgabenverteilung vorzunehmen und ihr Vorgehen zu besprechen. Alle Gruppen haben sehr Akteurs und Nutzer*innen bezogen gearbeitet. Durch zuvor besprochene Methoden für Einzel- und Gruppengespräche oder Workshops konnten deren Bedürfnisse und Interessen aufgenommen und in die Projektplanung miteinbezogen werden. Neben den anderen Arbeitsschritten, war die Reflexion der gemeinschaftlichen Arbeit ein spannender Teil der Präsentationen. Für alle Gruppen schien neben dem fachlichen Lernaspekt auch dies ein bereichernder und wichtiger Abschnitt der Projektarbeit gewesen zu sein.


Projektplanung wirkt!

Zum Schluss sprachen die Studierenden noch über ihr weiteres Vorgehen und die nächsten Schritte die anstehen. Beispielsweise werden die Studierenden der Projektgruppe „Vorplanung eines Rad- und Fußwegs entlang der Dranse“ ihre Ergebnisse noch im Gemeinderat Panketal vorstellen. Die Studierenden die ein Umweltbildungskonzept für den Schulgarten erstellt haben, werden abschließend, oder in diesem Fall beginnend, eine Eröffnungsfeier hierfür im Schulgarten feiern. Die Intention des Moduls, fachliche Problemlösungen mit und für Praxispartner zu erarbeiten, scheint hier wunderbar erfüllt zu sein.


Volle Konzentration!

Obwohl die Abschlusspräsentationen des Moduls jährlich von den zu Beginn, genannten Zuschauer*innen besucht werden und diese fleißig Fragen stellen und mit diskutieren dürfen, handelt es sich dabei jedes Jahr wieder um eine Prüfungsleistung. Deshalb hieß es auch Ende Januar für die RuNer*innen wieder: Volle Konzentration!