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30 Jahre FB 2 - 30 Gesichter: Was macht unseren Fachbereich aus? (Teil 1: Studierende)

Unser Fachbereich wird 30 Jahre alt, juhuu! Zu diesem Anlass gibt es nicht nur das Sommerfest am 7. Juli, sondern wir haben auch 30 Interviews geführt. Studierende, Lehrende, Mitarbeitende, Praxispartner*innen und Alumni kommen zu Wort. Sie verraten uns, was den Fachbereich so besonders macht und stellen uns ihre Lieblingsthemen vor. Heute starten wir mit 6 Studierenden.

6 Studis, 6 Persönlichkeiten & Lieblingsthemen (Fotos: Philipp Juranek, Tessina Ott, Wildrik Wilms, Sarah Hausler, Moritz Bielesch, Lena Wagner)

 

Philipp Juranek

Philipp bei seiner Arbeit im Nationalpark beim Silbermöwen beringen (Foto: Philipp Juranek)

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Philipp Juranek, 33 Jahre alt, und studiere im vierten Semester den Bachelor-Studiengang „Landschaftsnutzung und Naturschutz“ (LaNu). Zuvor habe ich bereits Politikwissenschaften studiert und bin ausgebildeter Journalist und Filmemacher.


Was ist dein Lieblingsthema am Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz?

Vögel faszinieren mich schon immer. Seit meiner Kindheit verbringe ich jede freie Minute unter Vögeln und arbeite von klein auf ehrenamtlich im Naturschutz. Bis heute ist Ornithologie meine absolute Leidenschaft. Dennoch mag ich es sehr, durch das Studium all die anderen Bereiche des Naturschutzes kennenzulernen und ein ganzheitliches Verständnis für Natur zu bekommen. Mein Blick im Naturschutz weitet sich dadurch total. So ist es spannend zu lernen, warum bestimmte Vogelarten in einem Gebiet vorkommen und in einem anderen nicht, und wie man daraus den Zustand der Natur ableiten kann. Obwohl ich alle Bereiche des Studiums extrem interessant finde, bleibt die Ornithologie mein Steckenpferd.


Was macht Dich zum LANU?

Schon immer war ich draußen am glücklichsten. Draußen sein und die Vögel geben mir all meine Energie. So kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als jede freie Minute im Freien zu verbringen, Vögel zu beobachten und zu kartieren. Genau diese Erfahrungen möchte ich gerne mit anderen Menschen teilen. Damit meine ich nicht nur auf einer rein wissenschaftlichen, sondern auch emotionalen Ebene. Ich möchte Anderen zeigen, von was einem Schatz wir umgeben sind. Das LaNu-Studium ermöglicht es mir meine Verbundenheit mit der Natur mit dem nötigen Wissen zu untermauern, um auch andere begeistern zu können.

Kurzum, meine Begeisterung an unserer Natur und meine ehrenamtliche Arbeit im Naturschutz machen mich zum LANU.


 

Tessina Ott

Portrait von Tessina (Foto: Tessina Ott)

Wer bist du und was machst du an der HNEE?

Hi! Ich heiße Tessina und mache den Master Nachhaltige Regionalentwicklung. Sonst engagiere ich mich als Semestersprecherin und schreibe Beiträge für den LANU-Blog Ackerdemiker.in. :D


Was ist dein Lieblingsthema am FB2?

Oh je, ich fürchte, ich kann mich nicht auf ein Lieblingsthema beschränken … Also Bildung finde ich immer spannend! Und natürlich die sozial-ökologische Transformation, auch in Verbindung mit Demokratie und Partizipation. Dann schwärme ich noch für Utopien … Ich glaube, ich interessiere mich einfach generell für sozialwissenschaftliche Themen.


Warum sind diese Themen bedeutend für den FB2?

Oh je, ich fürchte, ich kann mich nicht auf ein Lieblingsthema beschränken … Also Bildung finde ich immer spannend! Und natürlich die sozial-ökologische Transformation, auch in Verbindung mit Demokratie und Partizipation. Dann schwärme ich noch für Utopien … Ich glaube, ich interessiere mich einfach generell für sozialwissenschaftliche Themen.


 

Wildrik Wilms

gezeichnetes Portrait von Wildrik (Foto: Wildrik Wilms)

Wer bist du und was machst du an der HNEE?

Mein Name ist Wildrik Wilms. Ich studiere den Masterstudiengang Nachhaltige Regionalentwicklung (NaRegio) und bin im AStA tätig, dem Allgemeinen Studierendenausschuss der HNEE.


Was ist dein Lieblingsthema am FB2?

Auf einer Metaebene die inhaltliche Vernetzung und auch Vernetzung und Kommunikation zwischen verschiedenen Akteur*innen. Und konkret inhaltlich wahrscheinlich die Gerechtigkeit. Ich finde den Gerechtigkeitsaspekt innerhalb des Nachhaltigkeitsverständnis sehr interessant. Und vielleicht noch gesellschaftliche Utopien. Aber das eher, wenn noch Zeit ist …


Warum sind diese Themen bedeutend für den FB2?

Gerechtigkeit finde ich generell sehr bedeutend. Also ist sie auch bedeutend für den FB2. Kommunikation und Vernetzung ebenso. Ich finde, das sind allgemeinbildende Themen. Im FB geht es ja schon viel um Nachhaltigkeit und ich glaube, dass Gerechtigkeit die Grundlage davon ist bzw. Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zumindest sehr verflochten sind.


Warum fühlst du dich als Mitglied des FB2?

Ich fühle mich nicht unbedingt als Mitglied des FB2, weil ich mich nicht so sehr über sowas identifiziere. Also, klar, ich bin da irgendwie mit drin. Aber ich fühle mich eher als Mitglied von meinem Studiengang und der Hochschule als solche. Und der Menschheit insgesamt.


 

Sarah Hausler

Portrait von Sarah (Foto: Sarah Hausler)

Wer bist du? Was machst du?

Ich bin Sarah und studiere im 5. Semester den Master Öko-Agrarmanagement (ÖAM). Ich gehöre also noch zum letzte Matrikel, bevor ÖAM zu OLE wurde. Mitte Juni habe ich meine Masterarbeit abgegeben und werde mich dann schweren Herzens von Eberswalde und der HNEE verabschieden.


Was ist dein Lieblingsthema am FB2? Warum ist das Thema so bedeutend für FB2?

Natürlich ökologische Lebensmittelerzeugung und deren Vermarktung! Mit dem Ökolandbau tragen wir einen entscheidenden Beitrag zu Klimaschutz und Tierwohl bei und genau das wird auch am FB2 mit Vorlesungen, Exkursionen und Praktika vermittelt. Diese Vorteile von Bio-Erzeugnissen müssen kommuniziert werden, denn ohne die Wertschätzung für Boden, Luft, Tiere und Lebensmittel würde die Biobranche nicht so gut Anklang finden können.


Warum fühlst du dich als LANU?

Weil mir nicht nur im Studium Ökolandbau und Naturschutz wichtig sind, sondern auch im privaten Alltag. Nur wenn wir alle unsere Visionen leben, schaffen wir Veränderung. Und genau das macht LaNu für mich aus: Veränderungen schaffen und diese leben.


 

Moritz Bielesch

Selfie von Moritz (Foto: Moritz Bielesch)

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Moritz und studiere mit Leidenschaft Ökolandbau und Vermarktung DUAL. Das bedeutet für mich, Praxis in verschiedenen Betrieben, mit der Theorie aus den Vorlesungen, zusammen erleben zu können. Das Beste aus beiden Welten. Mein aktueller Ausbildungsbetrieb hat den Schwerpunkt im Pflanzenbau, wo ich selbst auch meine Zukunft sehe. Gerade unter den Herausforderungen des Klimawandels und den sich änderten Umweltbedingungen wird ein erfolgreicher Ackerbau eine spannende Aufgabe.


Was ist dein Lieblingsthema am FB2? Warum ist das Thema so bedeutend für FB2?

Der Fachbereich 2 bringt für mich etliche Lieblingsthemen mit. Hier kommen Multiplikator*innen zusammen, welche den zukünftigen Agrarsektor entscheidend mitgestalten werden. Regionalentwicklung umsetzen, Ernährungssysteme aufbauen und verändern, ökologische Landwirtschaft vorantreiben und Natur und Biodiversität schützen und stärken. Wenn die Menschen und die Themen des FB 2 zusammenarbeiten und wirken, kann eine großartige Zukunft gestaltet werden. Dieses Potenzial zeichnet für mich den FB 2 aus und sollte so oft es geht durch interdisziplinäre Angebote genutzt werden.


Warum fühlst du dich als LANU?

Ich passe hier gut rein, weil ich es gut finde, dass der FB2 der Fachbereich der HNEE ist, welcher die Agrarlandschaft, den ländlichen Raum und nicht zuletzt die Biotope, Naturschutzgebiete und Moorflächen stark im Fokus hat. Hier werde ich für das Zusammenspiel dieser Themen begeistert und darauf aufmerksam gemacht, dass stabile Ökosysteme immer viele Verknüpfungen haben, so auch der FB 2.


 

Lena Wagner

Lena Wagner (Foto: Lena Wagner)

Wer bist du? Was machst du?

Ich bin Lena Wagner, ich bin 27 Jahre alt und komme ursprünglich aus Luxemburg.

Seit 7 Jahren lebe ich in Berlin und neben meiner Tätigkeit im Nachhaltigkeitsbereich bin ich eine leidenschaftliche Hobbyfotografin.

Neben dem berufsbegleitenden Studium Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement (SNM) an der HNEE arbeite ich in Teilzeit bei dem kleinen brandenburgischen Startup PFABO. Als Systemanbieterin für Mehrwegverpackungen im gesamten Lebensmittelbereich kämpfe ich jeden Tag für eine Welt mit weniger Verpackungsmüll und mehr Kreislaufwirtschaft.


Was ist dein Lieblingsthema im Studiengang „Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement“?

Das ist sehr schwierig zu beantworten, weil ich vor allem die starke Diversität an Themen in unserem Studiengang so spannend und wichtig finde. Wir haben innerhalb kürzester Zeit einen sehr umfangreichen Überblick über das Nachhaltigkeitsfeld erhalten und konnten durch Perspektivwechsel auch mal ganz neue Einblicke erhalten. Da ich aber aus meiner vorherigen Tätigkeit als Kommunikationsdesignerin bereits mehrfach gemerkt habe, dass wir mehr Kommunikation (auch aus unserer Bubble heraus) brauchen, nenne ich die Module 4 (Konzeption einer Nachhaltigkeitsstrategie – Marktchancen und Innovationspotenziale erkennen), 5 (Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie – Managementinstrumente für die Berufspraxis) und 6 (Prozessgestaltung – Wandel zu Nachhaltigkeit (beg)leiten). Hier zeigt sich vor allem mein Schwerpunkt am besten. Aber wie gesagt, ich finde eigentlich alle Module sehr gut.


Warum ist es so bedeutend?

Weil Nachhaltigkeit insgesamt ein transdisziplinäres Thema ist. In einer Gesellschaft die sich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie extrem gespalten und voneinander distanziert hat, ist es meiner Meinung nach die größte Herausforderung, dass wir alle wieder lernen zusammen zu arbeiten. Das bedeutet nicht nur gegenseitigen Respekt und Rücksicht, sondern auch den Blick über die eigene Branche hinaus zu öffnen, sich auszutauschen und die kommenden Herausforderungen nicht nur aus der eigenen Perspektive zu sehen, sondern sich zu fragen, was die eigenen Entscheidungen für andere bedeuten. Vielen Menschen fühlen sich bei dem Thema nachhaltige Entwicklung extrem verunsichert, haben nicht genügend Informationen oder fürchten sich vor Veränderung. Dies gilt es nicht nur zu verstehen, sondern auch in den (unternehmerischen) Entscheidungen und Strategien zu berücksichtigen. Wir müssen alle mitnehmen!


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